Ein Trend, der in den letzten Jahren im Bereich Food & Beverage vorherrscht, betrifft die Energy-Drinks. Monster Energy, ein weltweit verbreitetes Getränk, das im Laufe der Zeit in verschiedenen Spezialversionen angeboten wurde, die berühmten Persönlichkeiten und wichtigen Events gewidmet sind. Dies ist nur einer der Namen, die einem in den Sinn kommen.
Wenn man von Energy-Drinks spricht, wird oft auch über deren Inhaltsstoffe gesprochen. Einer der bekanntesten ist die Taurin. Es wird oft genannt, ohne jedoch immer genau zu wissen, was es eigentlich ist. Im Folgenden betrachten wir seine Eigenschaften und konzentrieren uns vor allem auf seine Wirkungen.
Taurin: Worum handelt es sich?
Das Taurin ist eine Substanz, die chemisch als Aminoethansulfonsäure definiert wird. Sie wird vom Körper auf zwei Arten natürlich produziert. Die erste ist der Oxidationsprozess der Hypotaurin. Die zweite ist der oxidative Katabolismus der Cystein. Man findet sie vor allem im Gehirn, im Herzen und im Auge, genauer gesagt im Auge.
Funktionen und Wirkungen von Taurin
Taurin ist bekannt für seine energetisierenden Wirkungen. Weniger bekannt sind andere ebenso wichtige Aspekte für den Organismus. Dazu gehören der Lipidstoffwechsel, die Homöostase der Kalziumspiegel und der Schutz des Herz-Kreislauf-Systems.
Als Antioxidans und Regulierung des Glukosestoffwechsels spielt Taurin auch eine wertvolle Rolle bei der Stabilisierung der Zellmembran. Im Laufe der Jahre wurde entdeckt, dass einige Erkrankungen des zentralen Nervensystems, wie beispielsweise Schlaganfälle und Epilepsie, unter bestimmten Bedingungen mit einer positiven Reaktion in Form einer Symptomrückbildung auf die Taurin-Supplementierung reagieren.
Nicht nur Energy-Drinks: Die taurinhaltigsten Lebensmittel
Wenn wir an Taurinquellen denken, ist Energy-Drink die erste Option, die einem in den Sinn kommt. Achtung, es ist jedoch nicht die einzige. Es ist wichtig zu erwähnen, dass es verschiedene Lebensmittel gibt, die eine Optimierung der Taurinzufuhr ermöglichen. Zu den wichtigsten gehören Schalentiere, insbesondere Venusmuscheln, Jakobsmuscheln und Miesmuscheln.
Auch Fleisch kann als valide Alternative bei Taurinquellen betrachtet werden. Zu den Sorten mit besonders hohem Tauringehalt gehören Pute und auch Huhn.
In geringen Mengen ist Taurin auch in Milchprodukten enthalten. Es ist jedoch nicht in Eiern zu finden. Weiterhin ist es wichtig, die roten Algen als Quelle zu erwähnen. In braunen und grünen Algen ist diese Aminosäure in so geringem Maße vorhanden, dass sie nicht nachweisbar ist.
Taurin als Sportergänzung
Ein häufiger Gebrauch von Taurin ist als Sportergänzung.Sein Hauptziel ist es, die Leistungsfähigkeit zu fördern. Darüber hinaus stellt er einen wertvollen Bezugspunkt dar, wenn es darum geht, die Erholungszeiten zu optimieren. Diese Aminosäure ist nämlich entscheidend für die Prozesse der Muskelkontraktion. Wissenschaftliche Daten belegen zudem, dass sie das Zellvolumen der Muskeln selbst fördern kann.
Studien der letzten Jahre haben eine dosisabhängige Korrelation zwischen der Einnahme von Taurin-Supplementen und der Leistungsfähigkeit in Sportarten wie Radfahren und Laufen aufgezeigt.
Bei trainierten Personen dauert es im Durchschnitt etwa 8 Wochen der Supplementierung und eine Erhöhung der Menge bevor man drastische positive Veränderungen bei den sportlichen Ergebnissen sieht (die wissenschaftlichen Studien konzentrierten sich neben Radfahren und Laufen auch auf Triathlon und Schwimmen).
Hat Taurin Nebenwirkungen?
Abschließend sprechen wir über Nebenwirkungen. Wie von den Experten der EFSA, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, betont wird, verursacht die Einnahme einer Taurin-Dosierung zwischen 3 und 6 Gramm pro Tag keine nennenswerten Effekte.
Das bedeutet, dass bei der Einnahme von Energy-Drinks unter Beachtung der Menge, sofern keine medizinischen Gegenanzeigen vorliegen, keine Gesundheitsprobleme auftreten.
