Topinambur

VerdeGusto
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Topinambur

Die Pflanze der Topinambur (Helianthus tuberosus) ist sehr robust und relativ einfach zu kultivieren. Allerdings müssen sie zuerst in einem geeigneten Boden angebaut werden, damit essbare Knollen wachsen können. Beim Anbau von Topinambur besteht die Gefahr, dass Pflanzen, die in weniger fruchtbaren Böden wachsen, ungenießbare Knollen produzieren und sich wie Unkraut selbst aussäen.

Die Topinambur-Knollen sind nach 120-150 Tagen erntereif, aber der typisch süße Geschmack entwickelt sich erst nach den ersten Frösten. Daher wird empfohlen, die Wurzeln erst Ende September oder im Oktober zu ernten.

Topinambur lässt sich sehr gut an kühlen und feuchten Orten lagern. Dort bleiben sie bis zu 5 Monate frisch. Sie können die Knollen genauso gut im Boden lassen, bis Sie sie wirklich brauchen. In diesem Fall sollten Sie die Pflanze jedoch mit einer Mulchschicht schützen. Wichtig ist nur, die Topinambur vor der Blütezeit im Frühjahr zu ernten, damit die Wurzeln noch essbar sind. Die Blumen des Topinambur ähneln denen der Sonnenblume, sind jedoch kleiner.

Die Knolle präsentiert sich als Mischung aus Ingwer und Kartoffel: unregelmäßig und hellbraun außen, weiß innen. Der Topinambur gehört zur Familie der Sonnenblumen und ist somit mit der Sonnenblume verwandt. Mit einem nussigen und süßen Geschmack verfeinert die Wurzel rohes Gemüse, Salate oder Soßen, aber Topinambur ist auch geröstet oder zerdrückt hervorragend.

Eigenschaften und Vorteile des Topinambur

  • Der Topinambur wird auch “Diabetiker-Kartoffel” genannt. Insulin, das in der Knolle enthalten ist, könnte tatsächlich einen positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel haben und sollte daher in die tägliche Ernährung, insbesondere für Diabetiker, aufgenommen werden. Insulin kann auch helfen, den pH-Wert wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
  • Der Topinambur kann auch nützlich für eine gesunde Darmflora sein, da er eine probiotische Wirkung haben und so das Wachstum gesunder Bakterienstämme im Darm fördern könnte.
  • Er sättigt, hat wenige Kalorien und lässt den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen. Der Grund dafür ist unter anderem der lösliche Ballaststoff, der ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl erzeugt.
  • Neben einem hohen Kohlenhydratanteil speichern Topinambur-Knollen den besonderen Zucker Inulin. Dieser kann für Menschen mit Diabetes sehr nützlich sein und die eine kohlenhydratarme Ernährung einhalten, da Inulin bei der Verdauung in Fruktose statt in Glukose zerlegt wird. Diese einzigartige Eigenschaft macht diese Wurzelgemüse zu einem guten Ersatz für andere stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln oder Nudeln und hat dank ihrer präbiotischen Eigenschaften eine positive Wirkung auf die Darmflora..

Wie man Topinambur konsumiert

Beim erstmaligen Verzehr von Topinambur kann es vereinzelt aufgrund der Fruktosebildung zu Blähungen kommen, daher ist es ratsam, langsam und mit kleinen Portionen zu beginnen, wenn man Topinambur in die Ernährung aufnehmen möchte. Wenn man ihn jedoch konsumiert, besitzt er auch präbiotische Eigenschaften, die die Darmflora verbessern und somit die Verdauung fördern. Das ist immer nützlich, da diese vitaminreichen Wurzeln unter anderem reich an Inulin, Thiamin, Niacin und Eisen sind. Sie enthalten zudem relativ hohe Mengen an Kalium und Vitamin C, bei nur 30 Kalorien pro 100 g. Zudem enthalten sie kein Fett oder Cholesterin und nur geringe Mengen Natrium. Daher ist er nicht nur für Diabetiker, sondern ein ideales Gemüse für den Winter.

Topinambur kann roh oder gekocht gegessen werden. Sein Geschmack wird oft als eine Mischung aus Artischocke und Sonnenblumenkernen beschrieben. Roh ist die Knolle knackig und leicht saftig und eine willkommene Ergänzung in Salaten, Vorspeisen und frischen Soßen. Topinambur bietet auch viele gekochte Variationen: ob einfach in Öl geröstet, gratiniert oder als Topinambur-Suppe gekocht oder wie Kartoffeln passiert, Topinambur schmeckt immer gut.

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